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Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.
(Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, Art. 1)
amnesty international in Stuttgart - Gruppen 1049, 1532 und 1549

Briefe gegen das Vergessen - Oktober 2015

Briefe gegen das Vergessen - Was ist das? Hier weitere Informationen.

Iran

Omid Kokabee wollte nach einem Besuch bei seiner Familie im Iran gerade die Rückreise in die USA antreten, als er am 30. Januar 2011 am Flughafen von Teheran festgenommen wurde. Er war zu diesem Zeitpunkt Doktorand der Physik an der Universität von Texas. Nach 15 Monaten in Untersuchungshaft fand im Mai 2012 ein Gerichtsverfahren statt. Man warf ihm "Kontakt mit feindlich gesinnten Ländern" und "Erhalt verbotener Zahlungen" vor. Bei diesen Zahlungen handelt es sich um das Stipendium der Universität Texas. Omid Kokabee wurde in Einzelhaft festgehalten, über lange Zeiträume hinweg verhört und unter Druck gesetzt, um ein "Geständnis" abzulegen. Vor Gericht wurde kein Beweismaterial gegen ihn vorgelegt und es wurde ihm untersagt, vor der Verhandlung mit seinem Rechtsbeistand zu sprechen.
Amnesty International geht davon aus, dass es sich bei Omid Kokabee um einen gewaltlosen politischen Gefangenen handelt, der sich nur deshalb im Gefängnis befindet, weil er sich weigerte, für das iranische Militär an Nuklearprojekten zu arbeiten, und weil er legitime akademische Verbindungen mit Hochschulinstitutionen im Ausland unterhält.
Mehr Info... · Download der Briefvorlage
[Versand als Luftpostbrief Standard (bis 20g), € 0,80 - Kopie an: Botschaft der Islamischen Republik Iran, S.E. Herrn Ali Majedi, Podbielskiallee 65-67, 14195 Berlin, Fax: 030-84353535 oder als E-Mail (Webformular)]

Honduras

Die Organisation COFADEH (Comité de Familiares de Detenidos-Desaparecidos en Honduras) setzt sich für die Familienangehörigen von Inhaftierten und "Verschwundenen" ein und zählt zu den wichtigsten Menschenrechtsorganisationen in Honduras. Seit einigen Jahren greift COFADEH nicht nur Fälle von Verschwindenlassen auf, sondern auch von Straflosigkeit bei Menschenrechtsverletzungen, Drohungen und Drangsalierungen gegen Menschenrechtsverteidiger_innen, unverhältnismäßiger Gewalt durch Angehörige der Polizei und der Sicherheitskräfte, Landstreitigkeiten und schlechten Haftbedingungen. COFADEH arbeitet mit internationalen Organisationen zusammen, um auf Menschenrechtsverletzungen in Honduras aufmerksam zu machen, und spielt eine wichtige Rolle bei der Übermittlung von Fällen an das Interamerikanische Menschenrechtssystem. Aufgrund der Arbeit von COFADEH hat die Interamerikanische Menschenrechtskommission die honduranische Regierung angewiesen, Schutzmaßnahmen für zahlreiche Menschenrechtsverteidiger_innen zu ergreifen. Mitglieder von COFADEH und deren Angehörige werden seit vielen Jahren immer wieder bedroht, überwacht, drangsaliert und angegriffen. Seit 2011 hat jedoch sowohl die Anzahl als auch die Schwere der Übergriffe zugenommen.
Mehr Info... · Download der Briefvorlage
[Versand als Luftpostbrief Standard (bis 20g), € 0,80 - Kopie an: Botschaft der Republik Honduras, S. E. Herrn Ramón Custodio Espinoza, Cuxhavener Straße 14, 10555 Berlin, Fax: 030 - 39 74 97 12 oder als E-Mail]

Marokko

Wafae Charaf und Oussama Housne setzen sich für Menschenrechte ein und sind politisch aktiv. 2014 wurden sie nach friedlichen Protesten willkürlich festgenommen und gefoltert. Als sie dies öffentlich machten, verurteilte man sie wegen "falscher Anschuldigung" zu zwei bzw. drei Jahren Haft. Obwohl keiner der beiden Polizeikräfte beschuldigt hatte, wurden sie zudem wegen "Verleumdung der marokkanischen Polizei" zur Zahlung einer Entschädigung verurteilt. Wafae Charaf und Oussama Housne sind gewaltlose politische Gefangene.
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[Versand als Luftpostbrief Standard (bis 20g), € 0,80 - Kopie an: Botschaft des Königreichs Marokko, S.E. Herrn Omar Zniber, Niederwallstraße 39, 10117 Berlin, Fax: 030 - 20 61 24 20 oder als E-Mail]

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